Der Volvo PV444/544*
Die Premiere von 1944:
Als sogenanntes „Friedensfahrzeug“ feierte der von den Volvo-Unternehmensgründern Assar Gabrielsson und Gustaf Larson initiierte Volvo PV444 bereits im September 1944 in Stockholm seine Premiere.
Der Kleinwagen kam für beeindruckend günstige 4.800 schwedische Kronen (SEK) auf den Markt – allerdings kaum kostendeckend, da die Herstellungskosten deutlich höher lagen. In der Folge stieg der Preis bis 1947 auf 6.050 SEK für ein Fahrzeug mit Basisausstattung.
Trotzdem wurde der „Kleine“ weit mehr als nur ein weiteres Fahrzeug in der Unternehmensgeschichte. Er wurde ein fahrendes Stück Automobilgeschichte, entwickelt in einer Ära, als Sicherheit, Robustheit und Zuverlässigkeit noch nicht selbstverständlich waren – Tugenden, die bis heute den Volvo prägen.
Das charakteristische Design:
Seine markante Hecklinie, abgeleitet von damaligen Chevrolet-Modellen, bescherte dem PV444/544 den liebevollen Spitznamen: „Buckelvolvo“. Dieser Name wird bis heute mit dem Klassiker verbunden – ein Zeichen der Zuneigung, die dieser Wagen in der Automobilkultur genießt.
Ein Massenphänomen der Automobilindustrie: Der Volvo PV544
Im August 1958 folgte die nächste Evolutionsstufe: der Volvo PV544. Nach sieben erfolgreichen Produktionsjahren verließen insgesamt 243.995 Exemplare die Fertigungshalle – eine beeindruckende Zahl für einen schwedischen Autohersteller in den 1950er und 1960er Jahren.
Insgesamt entstanden rund 440.000 Fahrzeuge (je nach Quelle). Der letzte PV (=personvagn), ein schwarz lackiertes Modell „Sport“ mit B18-Motor und 95 PS, wurde am 20. Oktober 1965 um 15:00 Uhr vom Band gefahren.
Dieses historische Fahrzeug hat seinen gebührenden Platz im renommierten Volvo-Museum in Göteborg gefunden.
Übrigens hat Volvo die vorigen 26 unter den Mitarbeitern und Zulieferern verlost.
* Wikipedia und VolvoCars.com
Mission Afrika – Die Reise ins Abenteuer
Nach einigen Wochen, per Containerschiff über das Meer schippernd erreichte unser „Bucklige“ Mitte April Südafrika. Das Team, Kitty und Tim, traf einige Tagen vor dem Start in Kapstadt ein. Sie nutzten die Zeit zur Akklimatisation und drehten erste Runden mit dem alten PV544.
Der erste Test
Die Einstellfahrten in Deutschland, im Februarschnee hatte er gut gemeistert. Kapstadts Wetter stellte den „Buckligen“ jedoch vor neue Herausforderungen.
Bei den Erkundungsfahrten durch die wunderschöne Gegend mussten Kitty und Tim dem Vergaser mit viel Geduld und liebevollem Zuspruch davon überzeugen sich den veränderten Luft- und Wetterbedingungen anpassen zu lassen. Doch letztlich wurde der Leerlauf stabilisiert.
Test bestanden.
Letzte Instruktionen
Bei einer Abendveranstaltung hieß der Veranstalter alle Teilnehmer willkommen und brachte sie auf den neuesten Stand. Unteranderem wurde wegen diverser Probleme in Botswana die Strecke aus Sicherheitsgründen abgeändert. Nun liegen 8.135 km vor dem internationalen Teilnehmerfeld. Eine Mammutaufgabe für Mensch und Maschine.
Apropos Maschine. Ein Blick in die Tiefgarage offenbarte ein illustres Fahrzeugfeld: Bentley, Porsches, Volvos, Range Rover…
Die Rallye beginnt
Start war am 4. Mai um 8:00 Uhr. Vom Mount Nelson in Kapstadt ging es bei leichtem Regen auf die erste 250-km-Etappe. Erst zum „Kap der guten Hoffnung“ und zurück, dann über die N2 und die R231 bzw. R45 nach Franschhoek. Nach sieben Stunden Reizüberflutung erreichen die Teams das Ziel. Zeit für ein wenig Erholung und Ruhe vor den nächsten 7.880 km.
Und der „Bucklige“?
Als hätte er nie etwas anderes gemacht, als durch den Straßendschungel von Kapstadt und die atemberaubende Natur von Südafrika zu fahren.
Tag 2. von Franschhoek zur ältesten Bergbaustadt in Südafrika, Okiep.
Ungewollter längerer Stopp für den PV544 in Bitterfontein – Nach einer langen Etappe am Tag 2 und ca. 180 km vor dem Ziel. Ergebnis eines ungünstigen Aufsetzers mit der Auspuffanlage – Riss am Krümmer trotz der kleinen Anpassungen die wir vorgenommen hatten. Dank der engagierten Menschen vor Ort konnte die Etappe trotzdem, wenn auch mir ein paar Stunden Verspätung beendet werden. Ohne großes Getöse! Durch die zum Teil unbefestigten Streckenteile haben sich leider auch die Kohlen der Lichtmaschine verabschiedet. Auch das Problem wurde gelöst, Ersatz kommt in 3 Tagen auf der Tour. Unglaublich!
In Namibia erwartet uns dann ein ganz anderes Streckenprofil. Die Straßen sind eher befestigte Pisten und fordern alle Teilnehmer. Sowohl Mensch als auch Maschine. Doch unser PV544 hält durch!
Tag 3. Von Okiep nach Gondwana in Namibia.
Tag 4. Wir lassen Gondwana hinter uns und entdecken Namibia.
In Namibia erwartet uns dann ein ganz anderes Streckenprofil. Die Straßen sind eher befestigte Pisten und fordern alle Teilnehmer. Sowohl Mensch als auch Maschine. Doch unser PV544 hält durch!
Tag 5. „Ein Halter vom Dachgepäckträger ist abgefallen.“
War die Nachricht, die uns ereilte. Zusammen mit dem Bild. Etwas irritiert fragten wir zurück: Und was mit dem Rad?
Wieso? …
Leider hat der PV544 die 370km Feldweg nicht überstanden, Vorne rechts ist die Aufnahme gebrochen.
Schade, aber die Reise geht für Kitty und Tim weiter.
Der „Bucklige“ wird jetzt zum Hafen gebracht und warten dort auf seine Heimreise.
Erholungstag.
Ein Tag zur Erholung und mal nicht hinterm Steuer sitzend.
Zeit also für einen neuen Plan.
Nach vielen Gedanken, auch über das Aufgeben stand am Abend der neue Plan.
Tom fährt weiter als Beifahrer auf einem Vorkriegs-Bentley und Kitty ist Beifahrer auf einem Toyota Land Cruiser.
Das frühe Ende einer Rallye
Leider viel zu früh ist der ‘Bucklige‘ schon im Hafen von Durban und wartet auf seine Heimreise, allerdings in guter Gesellschaft.
Die Rallye führt die Teilnehmer durch Zambia nach Simbabwe
Unterschiedlichste Fahrbahnen setzen der Fahrzeugen und den Teams zu, aber die Stimmung ist toll.







































